Home › Arbeitsmethoden › PG6 Einbau von Abdeckprofilen mit Belüftung für Wetterschenkel
Beim Einsatz von Abdeckprofilen für Wetterschenkel ist besonders auf eine ausreichende Luftzirkulation zu achten. Nur belüftete Wetterschenkelabdeckungen ermöglichen einen effektiven Feuchtigkeitsaustausch in der Konstruktion. Durch die gezielte Hinterlüftung wird die Ansammlung von Feuchtigkeit vermieden – das schützt das Holz langfristig vor Schimmel, Fäulnis und Bauschäden. Eine gute Belüftung trägt somit maßgeblich zur Haltbarkeit und Funktionstüchtigkeit der Bauteile bei.

Zu verwendendes Produkt: – DRY SEAL™ MP
Benötigte Ausrüstung: – Oszillierende Säge
PG6.1 Vorhandene Profile und Glasleisten entfernen.
PG6.2 Die Farbschichten der Wetterschenkel durch Schleifen entfernen . Verwenden Sie zum Schleifen einen (Exzenter-) Rotationsschleifer und schleifen Sie bis auf das blanke Holz.
PG6.3 Prüfen Sie die Holzqualität des Wetterschenkels. Folgen Sie die kurativen Massnahmen wenn dieser Holzschäden aufweist. Zum Abdichten offener Fugen/Verbindungen Methode P2 anwenden.
PG6.4 Messen Sie die Holzfeuchte (≤ 18%) mit dem EASY•Q™ Holzfeuchtemessgerät CS1. Wenn die Holzfeuchtigkeit mehr als 18 % beträgt, empfehlen wir, das Holz an der Luft (im Freien) trocknen zu lassen. Verwenden Sie keinen Föhn, da in diesem Fall nur die Oberfläche trocknet und die Feuchtigkeit kapillar in das tiefer liegende Holz gedrückt wird. Dies kann Folgeschäden verursachen.
PG6.5 Behandeln Sie das blanke Holz zweimal mit einem Farbgrundanstrich.
PG6.6 Messen Sie das Abdeckprofil, in sowohl Länge als auch Breite, und schneiden Sie es, falls erforderlich, zurecht. Die Länge sollte 8 mm kürzer sein als die Falzbreite, so dass an beiden Enden eine Mindestfugenbreite von 4 mm verbleibt. Aus technischen Gründen ist es zu empfehlen, den Anschluss des Abdeckprofils an den Wetterschenkel mit dem Multidichtstoff DRY SEAL™MP abzudichten.
PG6.7 Die Kanten der Abdeckprofile mit einem Mindestradius von 5 mm abrunden. Nach dem Zuschneiden und Abrunden der Profile sind die Enden zu schleifen und nach Methode P6 zu behandeln.
PG6.8 Falls erforderlich, die untere Verbindung zur vertikalen Glasleiste mit der oszillierenden Säge so kürzen, dass ein Abstand von 4 mm zwischen Glasleiste und Oberkante des Abdeckprofils entsteht. Anschließend das Endholz an der Schnittfläche sorgfältig schleifen und gemäß Methode P6 behandeln.
PG 6.9 Der Aufbau auf dem Wetterschenkel sollte aus einem 4 mm starken PE-Band mit Selbstklebeschicht bestehen. Achten Sie dabei darauf, dass für das DRY SEAL™ MP eine Klebeflächentiefe von mindestens 6 mm gewährleistet ist.
PG6.10 Befestigen Sie die Abdeckprofile gemäß der Richtlinie NPR3577.
PG6.11 Schmutz und Holzreste sorgfältig entfernen.
PG6.12 Verfugen Sie die Verglasung mit DRY SEAL™ MP. Achten Sie dabei auf eine Mindestfugenbreite von 4 mm und eine Klebeflächentiefe von mindestens 6 mm. Tragen Sie DRY SEAL™ MP gleichmäßig in einer durchgehenden Bewegung in die Fuge ein. Führen Sie die Düse so, dass der Dichtstoff vor der Austrittsöffnung abläuft – nur so wird die Fuge vollständig gefüllt und eine optimale Haftung erreicht. Der Dichtstoff ist wasserablaufend aufzutragen (mindestens 20°) und anschließend satt und trocken abzuziehen.
PG6.13 Grundieren Sie DRY SEAL™ MP mit einer schnelltrocknenden, wasserbasierten Grundierung nach mindestens 2 Stunden und maximal 30 Tagen.
PG6.14 Tragen Sie das Beschichtungsaufbausystem gemäß den Anstrichempfehlungen auf. Es wird empfohlen, eine schnelltrocknende Grundierung als Basis zu verwenden. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Lackhersteller beraten.